Erfahrungsbericht - Camp Ski Raptor 20

Pro

  • Schlankes Design
  • Sehr flexibel einsetzbar
  • Sehr leicht
  • Durchdachte Features

Kontra

  • Keine Materialschlaufe am Hüftgurt

Passend zur startenden Skitourensaison ist von Camp ein neuer Rucksack eingetroffen. Der Ski Raptor 20, ein Rucksack für Freerider und Skitourengeher mit vielen sinnvollen Features. Ist es vielleicht DER Skitourenrucksack ??


Zu den Details:

  • Gewicht: 790g
  • Material: 420D Nylon
  • X-Press Ski Tragesystem
  • Tunnel Steigeisenfach
  • Belüftetes Rückenteil
  • Pickelhalter
  • Skistockhalterung
  • Backdoor-Öffnung
  • Zusätzliche kleine Fächer
  • Hüftgurt mit 2 Taschen

Um nur die wichtigsten zu nennen.

Beim ersten Einsatz viel mir sofort das geringe Gewicht des Rucksack auf. Trotz des recht robusten Rückenteils können sich die 790g auf jeden Fall sehen lassen. Die Handhabung ist sehr übersichtlich und intuitiv. Der Rucksack hat ein Hauptfach. Diese lässt sich entweder vom Rücken oder von oben erreichen. Im inneren gibt es noch die Möglichkeit das "Tunnel Steigeisenfach" mit einem Reißverschluss abzutrennen. Im Hauptfach finden wir eine Vorrichtung für Trinkblasen sowie einen Riemen mit welchen sich Sonde und Schaufelstiel befestigen lassen. In das Trinkblasenfach habe ich jedoch nur meine 2L Blase (Deuter) hineinbekommen. Die 3L Variante (Camelbak) musste schon etwas "verformt" werden damit sie noch hineingeht.

Schaufel, Biwaksack, Ersatzgewand und noch eine kleine Jause dann ist das Hauptfach aber wirklich komplett voll.

Das Steigeisenfach ist mit etwas geschick auch erreichbar ohne dass man den Rucksack abenehmen muss. Die Öffnung ist Groß gehalten so dass man mit den sperrigen Steigeisen oder Fellen kein Problem hat. Im Test habe ich meine Crampons und die Felle gut reingebracht. Im oberen Bereich gibt es noch ein kleines Fach für Schlüssel etc. Außerdem findet man auf der Front noch ein kleines flaches Fach für z.B.: Erste Hilfe Set, Handschuhe etc. Viel bekommt man hier jedoch nicht unter, vorallem wenn das Hauptfach bereits gut gefüllt ist.

Jetzt zu den Riemen und Befestigungsmöglichkeiten am Camp Ski Raptor 20. Mit dem X-Press Skitragesystem hat sich Camp etwas besonderes einfallen lassen. Man hat bei vielen Rucksäcken das Problem, dass sie unter der Last der Ski sich oft stark verformen und die Ski dadurch oft unkontrolliert am Rucksack umherschauckeln. Beim Xpress Tragesystem werden die Beide Ski auf einer Rucksackseite montiert. Der integrierte Riemen am Schultergurt wird einmal um die Ski gelegt und wieder eingehängt. Dieser einfach Mechanismus verbunden mit den verstellbaren Schlaufen sorgt für sicheren Halt der Ski am Rucksack ohne nerviges umhergeschaukel. Die verstellbaren Schlaufen ermöglichen es die Position so anzupassen dass die Skier immer gut am Rucksack anliegen. Einmal verstanden wies funktioniert und man will es nicht mehr missen.

Weiter geht es mit der Pickelhalterung, welche laut Angaben des Herstellers neu gestaltet wurde und somit besser ereichbar ist. Ich persönliche finde die Lösung recht elegant. Was mir jedoch wirklich massiv gefehlt hat, weil es alle meine anderen Rucksäcke haben; Eine Materialschlaufe für den Pickel am Hüftgurt. Oft will ich den Pickel einfach nur kurz aus der Hand haben, kann ihn aber nicht einfach wo ablegen. Denn obwohl man den Pickel aus dem Halter herausbekommt ohne das man den Rucksack abnehmen muss, hinein bekommt man ihn eher nicht.

 

Was mir noch gefehlt hat: Das Helmnetz !?

 

Der Hersteller gibt zwar an dass es Befestigungsmöglichkeiten für den Helm gibt, eine wirklich sinnvolle, zufriedenstellende habe ich aber nicht gefunden. Ein Helmnetz ist für mich eigentlich Standard und bietet noch die Möglichkeit sperrige Gegenstände außen mitzunehmen. Das fehlt leider komplett. Es gibt leider auch, außer den seitlichen Skibefestigungen, keine anderen Riemen mit denen man zum Beispiel eine Jacke außen schnell befestigen könnte.

 

Dabei kommen wir gleich zum nächsten Punkt: Der Hüftgurt.

Dieser ist genau richtig von den Dimensionen für die Größe des Rucksacks. Was mir sehr gut gefällt sind die Beiden Taschen. Die Meisten Smartphone besitzer werden die immer größer werdenden Geräte hier aber nicht unterbringen. Stauraum für den Schnellzugriff kann man aber nie genug haben. Wie gesagt ganz wichtig wäre mir noch eine Materialschlaufe am Hüftgurt gewesen, diese hätte auch noch locker platz. Der Verschluss selbst ist nichts besonderes und wirkt irgendwie billig im Vergleich zum restlichen Produkt. Auch der Brustgurt ist sehr spartanisch ausgefallen. Zumindest eine Pfeife hätte man bei einem Skitourenrucksack hier noch integrieren können. Auch eine Höhenverstellung war bei meinem Modell nicht möglich ohne dass man dafür Nähte hätte aufschneiden müssen.

 

Die Durchführung für die Trinkblase ist gut und einfach gelöst. Der Schlauch lässt sich danach jedoch nirgends mehr fixieren so dass dieser mit dem Brustgurt gehalten werden muss oder immer umherbaumelt. Das ist nervig und wäre mit einem kleinen Gummi ganz einfach zu lösen.

Im Einsatz kann ich zum Camp Ski Raptor nur sagen, dass er nicht groß auffällt und genau das soll ein Rucksack auch machen. Er lässt sich wirklich sehr angenehm tragen. Die Riemen sind dick genug gepolstert so dass der Tragekomfort auch bei hohen Gewicht noch gegeben ist. Das Rückensystem sorgt für eine gut Belüftung ohne das der Komfort leidet und bietet auch noch einen guten Schutz. Sämtliche Fächer sind auch mit Handschuhen einfach erreichbar. Das Material ist wirklich sehr robust. Auch frisch geschliffene Skikanten konnten keine Spuren hinterlassen. Alles in allem, wirklich top.

Fazit

 

Jetzt zum Fazit fürden Ski Raptor 20 von Camp. Für mich sind 20L bei einer Skitour wirklich am Limit, aber das sieht sicher jeder etwas anders. Ich sehe den Ski Raptor als Rucksack für kurze Touren, liftunterstütze Touren oder einfach beim Freeriden. Der Rucksack beschränkt sich auf das notwendigste, macht das dafür aber wirklich sehr gut. Die erwähnten Kleinigkeiten stören mich jedoch schon und wären noch leicht mit drinnen gewesen. Materialschlaufe am Hüftgurt, Helmnetz und Halterung für Trinkblasenschlauch. Dennoch finde ich dass der Ski Raptor 20 sowohl für Anfänger als auch erfahrene Skitourengehern und Freeridern bei kurzen Touren bestens geeignet ist und auf jeden Fall eine Empfehlung bekommt. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und der Preis noch angemessen, vorallem wenn man Wert auf eine gutes Skitragesystem legt. In diesem Bereich kann der Ski Raptor voll Punkten. Aufgrund des Belüftungsystems lässt sich der Rucksack auch außerhalb der Winterzeit wunderbar zweckentfremden und auch für andere Sportarten verwenden und ist somit ein kleiner aber feiner Begleiter durch alle Jahreszeiten.

Vielen Dank an das Team von Outsidestories für die Zurverfügungstellung des Rucksacks.

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